Tapinambur; Timelaps at the Side of our Way

Von Mexico nach Guatemala nahmen wir einige Zeitraffer auf.

Schaut es euch an :).

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Mexiko, über Rot im Guadalajara-Wettrennstil!

30. März. bis 28. April 2013

Gesamtkilometer: 5457 KM
Längste Strecke: 64,6 KM
Plattenstatistik: 22

Didit dididit didit dit …Tequila!!! 🙂

Nicht der Schnaps, sondern der Ort, in dem der bekannte Schnaps hergestellt wird, war über Ostern das zu Hause der „Tapi-Toreros“.

Nach einer rasanten Abfahrt in die im romantischen Kolonialstil gehaltene Kleinstadt, die uns mit Pflastersteinstraßen willkommen heißt, lassen wir uns im Hostal Viajero nieder.

Der Inhaber Jesus, ist fantastisch, über ihn bekommen wir eine kostenfreie Führung in einer Tequiladestillerie mit anschließender Verkostung von knapp 15 verschiedenen Schnäpsen die, später die Nachmittagssonne noch goldener erscheinen ließen. 🙂

Außerdem zeigte Er uns die blau schimmernden Agavenfelder über der Stadt und nahm das gesamte Hostel mit in die berühmteste sowie älteste Bar Tequilas in der nach einem ausgelassenen Abend ebenfalls keiner Zahlen musste.

„JESUS-SUPERSTAR“

Danke!!!

Am Ostersonntag lassen wir es uns richtig gut gehen. Auf unserem Tisch stapelten sich die Schmakazien und Leckereien, sodass wir aus dem Frühstück einen Brunch machten und es von allen Seiten neidische Blicke hagelte.

Basti sah diesen Morgen nicht gut aus, Er schien herumzukränkeln, und trotzdem beschließen wir die Bikes zu satteln. Anscheinend nicht die beste Idee, unser halber Radtorero musste richtig kämpfen, nicht nur das unser Begleiter von Kilometer zu Kilometer beschissener aussah, Er durfte auch noch 3 Mal seine Reifen flicken.

Irgendwie schaffen wir es bis nach Gudalajara und drängeln uns durch den Stadtverkehr bis ins Casa Ciclista wo uns Jorge der Mechaniker Mobdro Download App mit offenen Armen empfängt und Basti nach der Begrüßung nur noch ins Bett kippt.

Das Casa Ciclista ist ein Haus, das sich für die kulturellen Interessen und Rechte der Fahrradfahrer einsetzt. Sie bieten viele Workshops an, veranstalten Unternehmungen und geben nebenbei jedem Fahrradreisenden eine kostenfreie Unterkunft.

Ein echter Treffpunkt für Fernradler. Neben der Langzeitreisenden Heather die hier schon über einem Monat lebte, weil sie sich den Arm gebrochen hatte, treffen wir auch noch auf die beiden Amerikaner Steve und Joe und so leben zwischenzeitlich 7 Reiseradler unter einem kleinen Dach.

Nach dem ein paar Tage später auch Sandra, die andere Hälfte der Radtoreros auch noch krank wird, entscheiden die Beiden sich ein Hotel zunehmen, um sich auszukurieren. Somit trennten sich unsere Wege vorläufig.

Auf das wir uns irgendwo wieder vereinen! 🙂

Guadalajara gefällt uns super! Schnell waren wir eine große Clique und lernten viele neue Leute kennen. Unter anderem veranstalten Wir mit Ihnen mehrere Fahrradausflüge, bei denen wir Tag wie Nacht im Guadalajara-Stil (rote Ampeln zählen nicht) durch die Stadt rasten und uns dabei eifrige Wettrennen lieferten.

Mit Isaque lernten wir mexikanisch Kochen, Jorge zeigte uns allerhand nützliche Kniffe an den Rädern z.B. wie man richtig Einspeicht und mit Gabi und Maria Mobdro Kodi, die wir schon in Tequila kennenlernten, wanderten wir noch vor Sonnenaufgang hinab in den Huentitan Canyon, welcher im sanften Morgenlicht majestätisch schimmerte.

Nebenbei hatten wir auch noch andere Projekte wie eine kleine Schauspielrolle in Pablos Kurzfilm für die Stadt oder einen Fotojob für eine lokale Fahrradzeitschrift und für ein angehendes Technikmuseum. 🙂

Nach knapp einem Monat voller neuer Erfahrungen und tollen Begegnungen müssen wir uns wiedermal losreißen. Mit schweren Herzen verabschieden wir uns von Allen mit einer letzten Runde „Pulke“, dem fermentierten Agavensaft, den wir hier richtig schätzen gelernt haben.

Liebe Grüße an alle, die wir hier leider nicht erwähnen konnten, wir hatten eine tolle Zeit mit Euch!

Danke! 🙂

Episode 9 : Tapinambur On Worldtour; Baja California 2013

Ein neues Video aus der Tapi-Schmiede von unserer Tour durch Baja California.

Schaut es euch an und Abonniert uns um die Reise zu unterstützen.

Gruesse an alle die uns über den Weg gelaufen sind. 🙂

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Tepic, entspannte Tage in Charlies „Puff-Hotel“

18. bis 29. Maerz 2013

Gesamtkilometer: 4989 KM
Längste Strecke: 113,8 KM
Plattenstatistik: 21

Rad-Toreros und Tapinambur glücklich vereint.

Mit gemeinsamen Kräften finden wir die Billigfähre von La Paz nach Mazatlan auf das mexikanische Hauptland. Die Tickets dafür besorgen wir uns direkt am Hafen.

Bevor wir jedoch auf Deck gelassen werden, heißt es zuerst einmal: Push the Botton!

Ein Ampelspielchen der Zöllner das sich mittels Zufallsprinzip den größten Pechvogel herauspickt, um ihn danach komplett nackig zu machen.

Fabi; klick; rot! „Alles auspacken!“

Tja, wenn es so etwas wie Spielglück gibt, dann hat Fabi davon nichts abbekommen!

🙂

Das Schiff schaukelt sich seelenruhig durch die Nacht in den erwachenden Hafen von Mazatlan.

Wir rollten von Bord und erkundeten die halbe Stadt, bis wir endlich eine günstige Unterkunft direkt am Meer fanden.

Vielleicht zu günstig; nichts ahnend sitzen Sandra, Basti und Dani im Zimmer als plötzliches Gebrüll die schöne Ruhe zerstört; ein lautes Scheppern; die Tür springt auf, Scherben fliegen herum, Wasser spritzt in einer riesigen Fontäne aus dem Bad und Fabi liegt da, wie ein Mistkäfer auf dem Rücken.

„Ähh,… ich hab nichts gemacht!?!“

Die Reisegruppe zieht weiter. Über Escuinapa und Mobdro Download App Rosamorada rollen die 8 Räder immer Richtung Tepic.

Tag drei; die ersten 51 Km, haben wir locker gerissen; bleiben nur noch 35! Grund zu feiern!

Basti hat heute die Spendierhosen an und lässt zum Mittag eine Platte Ceviche springen (eine Art Fischsalat), wir lassen uns Zeit!

Nach der langen Pause schwingen wir uns wieder auf die Drahtesel um die letzten paar Kilometerchen schnell hinter uns zubringen, doch nix da. Die Straße entschließt sich auf einmal in die Höhe zu schießen und lässt damit unsere Durchschnittsgeschwindigkeit in den Keller fallen. Berg um Berg kämpfen wir uns weiter, die Sonne geht unter, der Standstreifen verschwindet und Tepic ist immer noch 6 Km entfernt; heißt bei unserem momentanen Schnitt, eine knappe Stunde. Nach 1217 Höhenmetern erreichen wir endlich die Stadt. Ziemlich erschöpft begeben wir uns dann noch auf Hotelsuche, eine Herausforderung für sich, denn mit der veränderten Höhenlage scheinen sich auch die Preise für Unterkünfte dahin gehend angepasst zu haben.

Am Ende finden wir doch noch etwas in unserer Preisklasse; …direkt im Rotlichtviertel. Unser „Hotelier“ Charlie und die leicht bekleideten „Empfangsdamen“ sind allerdings sehr nett! Wenn wir etwas brauchen *zwinker, zwinker* sollen wir es nur sagen! *zwinker* 🙂

Nach 2 Tagen Entspannung in Charlies „Puff-Hotel“, setzen wir die Reise fort und kämpfen uns durch den Verkehr aus der Stadt hinaus.

Bevor wir auf den Highway fahren, erscheint plötzlich ein riesiges Verkehrsschild mit Mobdro Kodi einem durchgestrichenen Radfahrer! Hmm. …wir tun natürlich das einzig richtige in dieser Situation,

…Augen zu und durchfahren! 😉

Deutschland vereinigt sich unter einer Brücke! Im Schatten sitzend treffen wir auf Julia und Jörg. Zwei Süddeutsche, die ebenfalls mit ihren Bikes den Weg Richtung Süden suchen. Nach einer Stunde Plausch und E-Mail-Tausch, lassen wir die Beiden jedoch wieder allein, da sie durch momentane gesundheitliche Probleme nicht mit uns mithalten können.

Wir sind kurz vor der Stadt Tequila, als wir mit 2 schwer bewaffneten mexikanischen Polizisten ins Gespräch kommen. Nach anfänglicher Skepsis tauen die Beiden regelrecht auf! In der Wache hätten sie Flaggenpatches für unsere Bikes aus den Hemden erschossener Polizisten und wenn wir wollten, könnten wir auch kurz ihr Gewehr halten!

„Wow danke,… aber besser nicht!“

Zu guter Letzt, erfindet Tapinambur noch das Hitch-Biking 2.0, bei dem man am Berg kurz antreten muss, um sich dann von einem langsam fahrenden Lkw bis an die Spitze des Berges ziehen zu lassen. Könnte das Fahrradleben nicht immer so einfach sein?

🙂

Interview auf mexikanisch

03. bis 17. Maerz 2013

Gesamt Kilometer: 4300 KM
Laengste Strecke: 136,6 KM
Platten Statistik: 19

Unsere Beine fühlten sich schwach, die Motivation stand im Keller, so radelten wir diesen Tag gerade mal 23 km nach Constitucion. Während der Zimmersuche stehen wir ohne es zu wissen vor der Zentrale der Baja-Süd, die Hauptzeitung der Region. Als wir gerade weiter wollen, springt plötzlich eine Tür auf, ein wild mit einer Digitalkamera herumfuchtelnder Journalist stürmt auf uns zu und fragt nach einem Foto von uns und unseren Bikes.

Wir sollen unsere Geschichte erzählen, doch während wir es mit gebrochenem Spanisch versuchen, schießen ihm scheinbar immer wieder andere Dinge in den Kopf, zum Beispiel Wale und wie gerne er sie reiten würde?!?

Hmm, …wir sind gespannt, was das wird! 🙂

Es ist 5:30 Uhr, als wir aus dem Bett steigen; fest entschlossen es in die 209 km entfernte Stadt La Paz zu schaffen.

Noch bevor die Sonne über den Horizont schielt, Pedalen wir bei knackigen 3°C aus der City.

Vorbei an brennenden Autoreifen, die anscheinend als sparsames Insektenschutzmittel für die Felder herhalten sollen und bizarrer weise mit der aufgehenden Sonne ein schönes Bild zaubern, packen wir die 100 Km bis zum Mittag in knapp 4 Stunden.

Anfangs noch zuversichtlich steigen wir nach der Mittagspause wieder auf die Räder, doch etwas ist anders! Die Sonne steht nun senkrecht und ballert mit 47°C auf uns nieder, plötzlich fühlen wir uns wie in einen Backofen gesteckt, aus dem es kein entkommen gibt; auch die Strecke und der Wind spielen nicht mehr mit, die nächsten 2 ½ Stunden sind eine Qual.

Nach 6 ½ Stunden im Sattel sowie 136 Km auf Mobdro Download App der Piste erreichen wir eine kleines Roadhouse in dem wir beschließen zu bleiben. Der Platz ist einfach zu verführerisch als das wir uns noch weiter quälen.

Der Hausherr war freundlich. Er spendierte uns Kaffee und befüllte die mittlerweile leeren Wasserflaschen.

Das Ziel im Blick, der Wind von vorn! Mit voller Kraft stemmt sich Mutter Natur heute gegen uns. So fluchen wir uns, den kochenden Asphalt schon als „normal“ betrachtet, Stück für Stück weiter nach La Paz. Noch 15 Km; Dani, Platten Nummer 17!

„SCH#*ßE!!! WARUM, TUST DU MIR DAS AN?!?!?“ 🙁

Nach einem Siegerfoto sowie einem kleinen Freudentanz am Ortseingangsschild ist alles wieder gut und die Strapazen vergessen, heute gibt es Bier!!! Das Erste, seit dem wir uns vor knapp einem Monat in Ensenada auf Alkohol-Ramadan geeinigt hatten.

„Hey, wie geht’s euch?“

…??? Woher weißt du das wir Deutsche sind?

„Na, aus der Zeitung!“

Hehe ok, das ging schnell! 😀

Frank ist auch aus Berlin und ebenfalls mit dem Rad unterwegs. Unter Genuss von eiskaltem Bier mit Limonen sitzen wir den Abend lange zusammen und erzählen. Als unser neuer Kumpel von Dani dem Platten-King hört, tauschen die Beiden ihre Reifen. Da Frank eh nach Hause muss, hat der Rekordhalter mit den fast neuen Schwalbe Marathon Plus, nun den „Mercedes“ unter den Schlauchschützern.

Danke Frank! 🙂

Mit voranschreitenden Jahren steigt auch die Vergesslichkeit. In diesem Fall vergisst Fabi mal eben, wie alt er geworden ist. Aus tiefsten Herzen versucht er Dani zu überzeugen, dass er schon 28 Jahre auf dem Buckel hat, 5 Minuten später und plötzlich ein Jahr jünger stoßen wir dann doch auf sein siebenundzwanzigsten Geburtstag an.

Alles Gute!

Bekanntschaften kommen und gehen aber die Taco-Lover Charlotte und Linus, mit denen wir Abend für Abend blutige Dominopartien ausgetragen, bleiben uns in guter Erinnerung.

Es ist still geworden in der Stadt, beinah zu still! Nur der Wind pfeift leise Mobdro Kodi durch die Straßen und verbreitet eine unheimliche Stimmung. Wie wir in die Ferne blicken, verdunkelt sich plötzlich der Himmel; eine Staubwolke erscheint am Horizont; tosende Geräusche, Donner, Hufschläge, Geheul und dann, dann stehen sie vor uns,…

„…hallöööchen, grrüßt euch wir sind die Rad-Toreros ausm Schwarzwald“ 😉

Sandra und Basti waren mit ihren Bikes uns immer dicht auf den Fersen, bis es in La Paz endlich zum „meet and great“ kommt.

Zu unserer Freude sind die Beiden fototechnisch bestens ausgestattet und so kommt uns die Idee mit ihrer Hilfe schnell mal nebenbei ein Musikvideo zu unserem in San Diego aufgenommenen Song Daydreaming zu Rekorden. So wird Basti kurzer Hand als Kameramann angagiert und Sandra als unser Topmodel. Profiarbeit, in 3 Stunden inklusive Radtour zum Drehort war alles im Kasten und wir um ein Musikvideo reicher.

Vielen Dank dafür! 🙂