Mit mexikanischen Bohnen radelt es sich schneller!

13. bis 26. Februar 2013

Gesamt Kilometer:          3924 KM
Laengste Strecke:           76,4 KM
Platten Statistik:                    15

Eine Oase erscheint aus der kargen Landschaft Baja Californias, das Palmen umringte Wasserloch in San Ignacio ist nach Tagen der Dürre ein echter Segen für die 3 Wüstenreiter auf Drahtkamelen.

Wir finden ein Campingplatz direkt am See in dem wir planschen wie Kleinkinder im Minipool. Am Feuer sitzend, erzählen wir uns mit Paul Geschichten bis spät in die Nacht und planen für den nächsten Tag.

Über Santa Rosalia kommen wir nach Mulegé, unser Kanadier kannte hier jemanden der ihm 2 Wochen zuvor einen Schlafplatz zusicherte und so landeten wir alle 3 bei dem gut betuchten Amerikaner Rob, der uns einen Platz in seinem noch nicht eröffneten Restaurant gab.

Der frühere Bodybuilder ist nett, er zeigt uns seine Häuser und lädt uns am Abend zu frittierten Fisch ein …jedoch zahlen wir das teure Öl für die Fritteuse. Die Konversation sind lustig, noch nie haben wir jemanden so oft „F.c.k.“ sagen hören wie ihn. Am nächsten Morgen wollen unseren Gastgeber beim Sparfischen begleiten. Nach dem er uns ausgestattet hatte, genießen wir alle, wie Paul sich der Herausforderung stellt, seinen massigen Körper in einen für ihn viel zu kleinen Neoprenanzug zu quetschen, ein schönes Schauspiel. 🙂

Schlitzohr Rob weiß, wie man es macht, bevor es losgeht, sollen wir noch schnell Benzin für das Boot holen, … „langsam werden seinen Einladungen teuer“! 🙂

Trotz eiskaltem Wasser lohnt sich der Trip, Rob schießt einen Oktopus und wir sehen Delfine, bunte Fische und Pelikane, eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Fahrradleben.

Der Weg nach Loretto ist mühsam, doch die traumhafte Küstenlandschaft entschädigt für die Strapazen. Hinter jeder Kurve erscheint eine neue atemberaubende Bucht mit Palmen, türkisfarbenen Wasser und strahlend weißen Sand.

Durch die vielen Anstiege verlieren wir Paul aus den Augen, mit seinem Hänger muss er zu oft absteigen. Als Er nach einer halben Stunde Mittagspause immer noch nicht zu sehen ist, fangen wir an uns Gedanken zu machen, …doch es hilft nichts, wir müssen weiter.

Die Bohnen vom Vortag scheinen Fabi heute ordentlich Probleme zu machen, jedenfalls verpestet er mit übel riechenden Gasen seine nähere Umgebung bis, …

„DANI, HOL DAS KLOPAPIER RAUS!“

„ Ja …warte, hmm …wo hab ich das nur hingetan?“ 🙂

„SOFORT!“

Kurz darauf sah man den Luftverpester, nur noch mit der Rolle in der Hand, im Zickzack um die Kakteen rennend, hinter einen großen Strauch verschwinden.

Tja mexikanische Bohnen haben Feuer, hehe!

Ein Stück weit von der Straße, versteckten wir unser Zelt diesmal zwischen riesigen Dornengewächsen und hinterließen für Paul ein Zeichen, in der Hoffnung das Er noch kommen würde. Er kam nicht!

Als wir gegen Mittag des nächsten Tages in Loretto einreiten erklärt sich auch warum, …von der gegenüberliegenden Straßenseite kommt plötzlich ein kräftiges „YEAH GUYS“.

Paul erklärte, dass sein Trailer diesmal komplett zusammengebrochen sei, er dadurch per Anhalter in die Stadt kam und das er unser Zeichen entdeckte, aber der Fahrer nicht stoppen wollte.

Wer als Radler in Loretto vorbeikommt, sollte auf jeden fall „Manny“ besuchen, der Mac Guyver unter den Fahrradmechanikern! Er und Paul bauen 2 Tage an seinem Trailer und das zu einem spöttischen Preis. Auch wir können sein Material benutzen, wir erweitern unsere Felgen und machen aus französischen, platz für Autoventile.

Scheinbar verträgt Fabi die Bohnen nicht, mit Bauchweh und Schüttelfrost liegt er bei 37°C in seinem Thermoschlafsack und friert, somit trennt sich auch Paul von uns, da ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um sein Ziel in Guatemala zu erreichen.

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