„If you going to San Francisco, put flowers in your hair“!

13. bis 20. Dezember 2012

Gesamt Kilometer:          1735 KM
Laengste Strecke:            55,5 KM
Platten Statistik:                    1

Am Flughafen von San Francisco geben wir unsern Leihwagen ab, schwingen uns auf unsere rollenden Begleiter und cruisen Richtung „Downtown“ um bei Rene, einem Freund von Dani, Unterschlupf zu bekommen. Wie so oft wird sich nur nach der Kompassnadel orientiert, wo durch wir ein weiteres Mal quer durch die Gettos fahren. Richtig bewusst wird uns dass, jedoch erst bei einem Stopover in einem kleinen Supermarkt, in dem wir herausstechen wie zwei Schafe aus einem Wolfsrudel. Während sich die Diamontstreet nähert, wandelt sich das Bild. Es geht bergauf, vorbei an schönen, großen Villen der zwanziger Jahre, deren Farben in der Nachmittagssonne leuchten. Die vielen Regenbogenfahnen an den Häusern und die steigende Anzahl von Adultshops erhaschen unsere Aufmerksamkeit, Rene wohnt mitten im Schwulen- und Lesbenviertel der Stadt, woran wir ihn durch ein-zwei kleine Scherze zu erinnern wissen. 😉

„Stay as long as you want!“

Der Hausherr ist ein guter Gastgeber, wir kochen, musizieren und trinken zusammen bis spät in die Nacht. Leider wird Dani krank, wodurch wir länger bleiben als geplant.

Beim Stadtbummel fallen neben den steilen Straßen auch die vielen Obdachlosen auf, die ein wenig kontrovers zum restlichen, schickeren Eindruck der Stadt erscheinen.

Heute ist es so weit, die Jungs von Tapinambur stehen beinah symbolisch, mit ihren vollgepackten Drahteseln an der „Golden Gate Bridghe“. Ein Foto und ein paar Sätze fürs Video sollten den Start der langen Reise nach Süd Amerika dokumentieren, doch es dauerte nicht lange und sie waren umringt von Touristen aus aller Welt die sich freuten an so einem besonderen Moment teilzuhaben. Blitzlichtgewitter bringt den „Tapi-Promistatus“.

Gerade mal 16 km  schaffen wir es aus der Stadt heraus bevor die schwindende Sonne das Ende des Tages ankündigt. In einem kleinen Waldstück neben dem Highway lassen wir uns nieder und probieren zum ersten Mal unseren neuen Benzinkocher sowie das ebenso unbenutzte Zelt aus.

Auf den Highway 1 zu gelangen gestaltete sich schwierig, zu oft verweigern uns Verbotsschilder die Auffahrt. Ein Einheimischer erklärt uns dass wenn wir es über den „Devils Cut“ schaffen wird es einfacher und schöner. Dieser „Teufelsabschnitt“ hat jedoch seinen Namen zurecht. Die Straße schlängelt sich in schlecht einsehbaren Kurven, steil bergauf und läßt wenig, bis keinen Platz für besattelte Zweiradler mit Muskelantrieb. Da wachsen dem ein oder anderen Autofahrer schon mal die Hörner aus dem Kopf und ein gezackter Schwanz aus dem Hintern. 😀

Der Stress lohnt sich! Oben angekommen öffnet sich der Blick auf die gigantisch wirkende, kalifornische Westküste, Mittagspause ist angesagt.

Das Unerwartete kommt unerwartet, nach 1720 km hat Dani seinen ersten Plattfuß, der Anfang einer nicht enden wollenden Serie.

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