Fraiser Island, gefangen im Strudel der Gemütlichkeit!

31. Juli bis 07. September 2012

In Rainbow Beach finden wir unser persönliches Bermuda Dreieck, spurlos verschwunden. Nachdem wir die ersten zwei Tage im „Pippies Hostel“ verbrachten war klar es wird schwer diesen Ort wieder zu verlassen. Mit reichlich Sand im Schlüpper rasten wir die erhaben wirkende „Sandblow“ hinunter bis die Sonne ihre letzten Strahlen über die magisch wirkende Landschaft verteilte.

Der Regenbogenstrand mit seinen 72 Farben war perfekt um unser neu erworbenes Surfbrett auszuprobieren und am Abend bekamen wir theaterreife Szenerien am Feuer geboten die Fernsehen unnötig machten, ein Abend toppte hier den Nächsten.

Mit gepackten Sachen, dem Schlüssel in der Hand, bereit abzufahren standen wir vor dem Tapimobil als plötzlich eine kleine freche Französen auf uns zu kam und fragte ob wir mit über Fraiser Island Wandern wollen? Da es Dani´s Bein gerade wieder besser ging wagten wir einen Versuch.

Vier Tage Marschierten wir mit „Flavie“ im Inland Berg auf Berg ab, durch wüstenartige Dünen und entlang des nicht enden wollenden Strands der gleichzeitig die Autobahn der Insel ist, bis hoch zum „Maheno-Wrack“. Die erst Nacht schliefen wir im Wald ohne Zelt und hörten die Dingos um unsere improvisierte Stöckerhütte schleichen, in der darauffolgenden trafen wir im eingezäunten Campingplatz auf Bobbi einen französischen, sympathischen, naturliebenden Öko-Hippie der sich am liebsten nur von Licht ernähren würde und ständig am flüchten war, da er irgendwie immer in Konflikt mit Staat und Gesetzten kam.

Den letzten Schlafplatz fanden wir in Happy Valley, nachdem wir unser vorläufiges „Belohnungs-Eis“ schleckten, versteckten wir uns im Gebüsch um die Ecke bis früh um 5 die ersten Sonnenstrahlen den nächsten Tag ankündigten und wir unbemerkter weise davon schlichen. Zum essen gab es jeden Tag nur Reis oder Couscous mit Currypulver und Brühwürfeln sowie Mandeln für zwischendurch.  Am Ende hatten wir ca. 60km Strecke mit unseren eigenen Füßen  überwunden, wurden 2 Mal für weitere 15km auf der Ladefläche eines Picups mitgenommen, zahlten dadurch fast 600 Dollar Strafe weil uns die Polizei erwischte doch bekamen, so zusagen als „happy end“, einen kostenlosen Lift von einem Tourguide der gerade nichts zu tun hatte und uns direkt zurück nach Rainbow Beach brachte.

Gesamt Kosten für die Fraiser-Tour: 4.50 Dollar p.P für ein Eis.

Zurück im „Pippies“ drehten sich die Dinge in die richtige Richtung. Graham, der Besitzer des Hostels und heimlicher „Pate“ des Ortes hatte gefallen und beauftragte uns mit allerlei Minijobs, wodurch wir Surfausrüstung und später einen 4×4 Geländewagen zur freien Verfügung hatten. Wir arbeiteten außerdem ein bisschen für Frühstück und Logis, Zeit mit der neugefundenen Klicke Surfen zu gehen blieb trotzdem. Fünf lange Wochen, jeden Tag!

Alles in allem versuchten wir geschätzte 6 Mal aus Rainbow Beach zu verschwinden doch die Leute die wir trafen und der Lebensstil den wir hier erleben durften machten es wirklich nicht leicht.

Gefangen im Strudel der Gemütlichkeit!

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