Dude,… what i need,.. is a fucking Bicycleshop, zurück in LA

02. bis 09. Januar 2013

Gesamt Kilometer: 2524 KM
Laengste Strecke: 122,2 KM
Platten Statistik: 3

Der alte Mann schaut uns, über seine Brille, tief in die Augen; die Brauen gehoben, die Stirn in Falten gelegt, bevor er anfängt zu erzählen macht er eine kleine Pause…

„Dude,…ich bin von Jacksen Ville/ Florida,… über DREITAUSEND MILEN,… quer durch die Staten,… bis hierhergefahren,… auf meinem Fahrrad!!!“

Clancy ist 59 Jahre alt, war völlig am Ende und hat, neben seiner erstaunlichen Leistung ein kleines Problem. Seit 100 Meilen ist er nun schon mit 7 Speichen weniger unterwegs, er konnte zwar die Restlichen so anordnen das, das Rad seine Funktion erfüllte, doch so konnte es nicht weiter gehen…

“Dude,… what i need,… is a FUCKING BICYCLESHOP!!!“

Wo er herkam hatten alle Fahrradläden geschlossen und in unserer Richtung kam 160km erst recht keiner. Es hilft nichts, Clancy muss zurück! Während er sich im Schneckentempo dem Horizont entgegen zittert, schauen wir uns grinsend an,…“Dude,… wie hat der denn so, eine solche Strecke bewältigt!?!“ Clancy, du hast unseren Respekt!!! 🙂

Von der Morro Bay nach Lompoc sollte unsere bisher weiteste Tour werden, auf den 122 km müssen wir ganz schön ranklotzen, es ist zwar relativ flach aber leichter Gegenwind erschwert das Vorankommen. Die Tapi-Räder entfernen sich mehr und mehr von der Küste und rollen nun landeinwärts, vorbei an riesigen Ackerflächen auf denen überwiegend lateinamerikanische Einwanderer die harte Arbeit verrichten und durch kleinere Ortschaften, die wohl auch schon vor der Wirtschaftskrise so ihre Probleme hatten. Die Sonne steht tief und hat sich bereits goldgelb verfärbt, es findet sich weder ein offizieller Campingplatz, noch eine andere Möglichkeit sich zu verstecken, jedoch treffen wir ein Pärchen Franzosen die von Las Vegas aus, mit 2 sehr klapprigen Fahrrädern“ wie die Zigeuner loszogen und auf dem Weg nach San Francisco waren. Eins haben wir bisher auf unserer Reise gelernt,… die Franzosen legen immer eine Schippe drauf! 😉

Es ist stockdüster und mittlerweile bitterkalt, als wir den Riverpark Campground erreichen, doch ein wärmendes Feuer sowie Mobdro Download App ein leckeres Bier wissen die Gemüter zu besänftigen.

Gaviota State Park: geschlossen! Der Campingplatz wirkt wie ausgestorben, nur Herb der Platzwart und Steve der Kioskverkäufer, der seine letzten Saisontage hatte, hielten hier die Fahne hoch. Als Radler durften wir trotzdem unser Zelt aufstellen. Vom nah gelegenen Pier können wir neben den zahlreichen Anglern auch einige Robben und Delfine aus nächster nähe beobachten.

Der Morgen bringt Regen mit sich, also verbringen wir den gesamten nächsten Tag mit Steve im Kiosk. Während er uns beibringt, wie man Domino spielt, luchsen wir ihm alle möglichen Fressarien für einen schmalen Taler ab. Am Abend lässt er dann noch eine Familienpizza und Spaghetti mit Fleischbällchen springen, danach kippen wir nur noch kugelrund in die Koje.

Das Highlight in Santa Barbara ist für uns Methew, neben der wirklich schönen Stadt, macht dieser Typ unseren Tag. Er erzählt, dass er vor einigen Jahren von Aliens entführt wurde und seither viel mehr Inspiration hat; seine Berufung?!? Künstler! 🙂

In einem von Venturas „Pawnshops“(An-und Verkauf), feilschen wir was das Zeug hält. Wir bekommen für Fabi ein Stativ und für Dani endlich seine lang ersehnte Gitarre. Bleibt nur noch das Problem wie man das Instrument auf das Fahrrad bekommt!

Beim Mac Grath State Park Frühstücken wir am Strand, vor uns liegt das Meer und direkt neben uns eine gestrandete Seerobbe, die von den Mobdro Kodi Parkrangern in einem Viereck aus rotem Absperrband gerahmt, und mit Schildern wie, “Wildlife dont touch!” versehen wurde.

Nach 900Km erreichen wir endlich Malibu Beach. Für die Strecke San Francisco nach Los Angeles brauchen wir mit Weihnachten und Silvester um die 20 Tage, Tage in denen wir die kalifornische Küste gesehen, sowie gespürt haben.

Nach den vielen Nächten im Zelt lassen wir uns diesmal in einem Hostel direkt am Vince Beach nieder und genießen im „Dennys“ einen hervorragenden Burger bei Dreißiger Jahre Musik.

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