Eat, Surf and Love auf Bali

07. Oktober – 30. Oktober 2011

„Bandar Lampung“ war für uns eher Zwischenstation zum ausruhen von der letzten Busfahrt und so genossen wir 3 Tage etwas mehr Luxus als sonst. Ein Hotel mit Frühstück, Klimaanlage, einem sauberen Bett und einem westlich ausgestatteten Bad……wir fühlten uns wie im 7. Himmel!!!

Gestärkt führte unsere Reise wieder einmal mit dem Bus, nach „Jakarta“. Doch auch diese Busfahrt war nicht ganz einfach, wir hatten zwar mehr Platz aber dafür gab es diesmal keine Fenster zum öffnen oder bzw. nur ein kleines ganz hinten und so fiel uns das atmen doch recht schwer da der Indonesier auch in der beschissensten Situation sein Glimmstängel nicht aus der Hand gibt.

„Lass uns fremde Kulturen kennen lernen haben wir gesagt, lass uns wie die Lokals reisen haben wir gesagt“.  Ja alles hat ein Hacken und unsere Lungen und Nasen haben es voll zu spüren bekommen!!!

Mit der Fähre ging es runter von Sumatra und rauf auf Java bis wir gegen 4.30 Uhr am Busbahnhof  sehr weit außerhalb von Jakarta rausgeschmissen wurden wo sich auch schon die Taximafia die Finger rieb um uns für völlig übertriebene Preise in die Stadt zu bringen.

Aber nicht mit uns, nicht mit Tapinambur! Rucksack auf und los laufen hieß es, bis wir ein günstigeres bekamen.

Eine im Vergleich preiswerte Unterkunft fand sich in der „Jalan Jaksa“, wo die Saunatemperaturen inklusive waren, kein Fenster, keine Lüftung nur ein kleiner rüttelnder Ventilator an der Decke der seine besten Jahre schon lange hinter sich hatte.

Abermals zu Fuß, erkundet wir die Hauptstadt in alter Manier, wobei man den Smok und die Hitze deutlich zu spüren bekam. Jakarta hat zwar sicher ein paar schöne Ecken aber es reicht wenn man die Stadt einmal gesehen hat.

Mit Zeitdruck im Nacken, entschlossen wir uns denn Rest von „Java“ mit dem Zug nur zu durchqueren damit wir noch ein paar Tage auf „Bali“ verbringen konnten.

13 Stunden Fahrt durch die Nacht in den Morgen bis nach „Surabaya“, hier angekommen nochmal 2 Stunden warten um mit dem nächsten Zug 7 Stunden durch die wunderschöne Landschafft nach „Banyuwangi“  zu tuckern, von wo aus wir in einem Bus auf einer Fähre nach „Bali“ übersetzten und nach 3-4 Stunden Busfahrt Denpasar erreichten.

Wie der glückliche Zufall so will trafen wir im Bus „Huget“, einen Indonesier der  uns freie Unterkunft bei sich in Denpasar gewährte.

„Die Menschen sind umso großzügiger desto weniger sie haben“!

Danke!

Trotz aller Gastfreundschafft brachen wir am nächsten Tag auf, und suchten uns eine eigene Bleibe in der Nähe von „Uluwatu Beach“.

5 Tage Eat, Surf and Love.

Laid back als würde es die Zeit nicht geben. Vergessen war all der Reisestress zuvor.

Bali ist nach unserer Erfahrung nicht wie Indonesien, eher wie ein eigenes Land, mehr westlich angehaucht.

Da Fabi mittlerweile aus sah wie ein Neandertaler im Urlaub und es ihm langsam zu heiß unter der Haube wurde, verpasste Dani ihm ein Haarschnitt alla Kojak. So funkelte die  eingecremte Birne beim Baden wie Diamanten im Licht. Nach 5 Tagen Entspannung und Surfen verließen wir die Insel via Flugzeug nach Darwin (Australien) und schlossen damit das Kapitel Süd-Ost Asien erst einmal ab.

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Mit der Kotztüte im indonesischen Kuschelflashmob

13. Oktober – 15. Oktober 2011

Fahrt von Sibolga nach Padang Sidempuan.

Bevor es los ging verwickelten wir uns in einen kleinen Streit mit ein paar Busfahrern, sie wollten uns mehr zahlen lassen als normal, da wir Touriste­­­­n wären. Doch wir kannten die richtigen Preise und wollten das gleich zahlen wie alle Anderen!!! Nach 5min herum wirren begegnetem wir einem Indonesier (mit den richtigen Preisen) der uns zwei Lokal-Ticket’s verkaufte.

4 Stunden in einer halb verrotteten Sauna auf 4 Rädern, die sich auf Indonesisch „Minibus“ nennt, machte anfangs doch noch einen sehr komfortablen Eindruck…Platz genug für zwei ausgewachsene Europäer.

Entlang kleiner Dörfer stiegen immer wieder Menschen ein und aus, so dass die zweier Vorderbank von 5 Personen missbraucht wurde, kleine Kinder von Hand zu Hand am Minibushimmel entlang glitten bis sie unseren Schoss erreichten und eine Frau mit ein paar Hühnern undenkbar, auch noch ein Platz in der „kleinen“ Passagierkabine fand.

Das gezählte top Limit, 13 Indonesier (die Hälfte Raucher), ein Baby, ein paar Hühner, Tapinambur plus zwei Rucksäcke und 6 stinkende Wannen voll mit Fisch auf einer Schlängelstraße die von den Löchern dem Schweizerkäse Konkurrenz machen konnte!! Kontaktsuche, Null Problemo….

Ein Sonnenstrahl dringt durch den stark versmogten Himmel als wir aus unserm Gefährt steigen. Einen tiefen Atemzug traute sich keiner von uns zu nehmen.

Padang Sidempuan hatte wohl länger keine Touristen mehr gesehen, so waren wir mal wieder Stadtgespräch Nummer 1 als wir über den halb zerbombt aussehenden Markt schlenderten.

In der Nacht hatten wir ein wenig Angst dass der Schimmel an der Decke uns auffrisst, aber dafür brachte uns der Hotelpage früh um 6 Uhr Tee und Gebäck aufs Zimmer und fragte ob wir eine Massage bräuchten *zwinker, zwinker*?

Das Anklopfen kennt der Indonesier nicht, so stand der Page quasi vor Dani´s Bett als er die Augen öffnete, Fabi hingegen störte das nicht weiter er drehte sich einfach um und schlief weiter.

Obwohl wir eigentlich keine Mammut-touren machen wollten, blieb uns zeitlich gesehen diesmal nichts anderes übrig.

Also entschieden wir uns ein Busticket nach Bandar Lampung zu Kaufen (ca. 22€ p.P).

38 Stunden Hölle, eine Busfahrt die nie enden wollte!

Wir sind ja nun schon einiges gewöhnt aber die Tour hat die Spitze des Berges noch einmal getoppt…

Da rauchen unter Indonesiern Volkssport ist, wird auch im Bus fleißig weiter trainiert und so sahen wir teilweise unsere Hände nicht vor Augen. Zugute kamen uns nur die zahlreichen Pausen die wir an den Moscheen machten da der Moslem 5 Mal am Tag beten geht.

Als nach 6 Stunden Fahrt der Busfahrer die Gepäckfächer auf machte, bestaunten wir ca. 30-40 kunterbunt gefärbte Küken die wie wild durcheinander rannten da sie es irgendwie geschafft hatten sich aus ihrer Kiste zu befreien und dabei Fabi´s Rucksack von oben bis unten zu schissen.

Nach 10 Stunden wussten wir schon nicht mehr wohin mit unseren Beinen da Standartgrößen hier scheinbar in Indonesier-Maß gemessen werden.

4 Stunden später streikte der Motor und nach 15 Stunden fing Fabi an zu kotzen, wahrscheinlich von dem „Tee-Susu“ (Tee mit süßer Milch) den er an einer Raststelle getrunken hatte. Glücklicherweise hatte er eine Tüte parat. Pech nur das die Tüte Löcher hatte und Dani am Fenster saß, also versuchte Fabi die Mischung mit möglichst geringem Verlusten über ihn aus dem Fenster zu schmeißen so dass die Reste nur von außen an den hinteren Scheiben kleben blieb.

Am Morgen luden wir einen Motorroller auf das Dach(!!!) des Busses und der 2. Busfahrer verteilte Plastikhocker im Gang, so dass die immer noch einsteigen Fahrgäste nicht aufeinandersitzen mussten.

Merke: zu voll gibt es nicht, somit hatten wir in unserem Busticket den Kuschelflashmop inklusive bei angenehmem 35C°.

27 Stunden Fahrt, ein indonesischer Kopf schläft auf Dani´s Schulter. 28 Stunden, der Indonesier liegt jetzt mit seinem ¾ Körper unter unseren Sitzen und in unserem Fußraum. In den letzten 10 Stunden beruhigte sich Fabi´s Magen wieder, die restlichen Freiflächen im Bus wurden gefüllt und die Indonesische Volksmusik die die komplette Tour vor sich hin dudelte nochmal voll aufgedreht, bis wir um 5.30 Uhr müde und ausgelaugt „Bandar Lampung“ erreichten.

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Schiffchen zählen mit Andy in Lake Toba

6. Oktober – 16. Oktober 2011

Gegen späten Abend erreichten wir den See „Lake Toba“ wo uns eine Fähre auf die Insel „Samosir“  brachte. Während der Überfahrt erzählte uns Ammet, der mit einem Maschinengewehr bewaffnet war, was es alles zu erleben gibt. Diese Nacht verbrachten wir noch in Tomok und freundeten uns mit einer Gruppe Einheimischer an die uns die nächsten Stunden in Fischerkor-Manier bespaßten.

Am Morgen wechselten wir dann aber die Unterkunft in das Dörfchen Tuk Tuk zu „Merlins-Bungalows“, wo ein schönes Häuschen mit Garten und Seeblick für gerade mal 4€ am Tag unser Bude war.

Die Gegend ist der Hammer, man kommt sich vor wie am Gardasee, nur mit Palmen. Die Temperaturen sind sehr angenehm und das Panorama kann nicht besser sein, da der See und die Insel von Bergzügen umringt sind.

Auf einen dieser Berge mussten wir unbedingt hoch, so kämpften wir uns querfeldein durch die Botanik auf Wegen die bestimmt kein Tourist vorher gesehen hat, um dafür mit einer sagenhaften Aussicht belohnt zu werden.

Bei der Erkundung des Örtchens treffen wir zufällig das Holländische Pärchen aus Medan wieder. Sie fragten ob wir schon die „Magic Mushrooms“ probiert hätten die hier Legal verkauft werden und das wir die doch unbedingt probieren sollten.

Noch nicht!

Auf dem Rückweg erkannten wir dann aber immer mehr Schilder mit dem Aufdruck „here, fresh Magic-Mushrooms“.

Wo wenn nicht hier! Wir kauften für Jeden eine Tüte, der Restaurantbesitzer flitzte in seinen Garten und kam mit 2 Handvoll, frischen, etwas sandigen Pilzen und einem dicken grinsen zurück.

Da wir nicht wussten wie die Dinger wirkten, zogen wir uns in unseren Garten zurück und warteten…Nüscht!

Erst nach ca. einer Stunde bemerkten wir den erheiternden Effekt, der dann aber auch 5 Stunden anhielt. Für die die es nicht wissen, es fühlt sich an wie ein bisschen zu tief ins Glas geschaut zu haben, nur das man noch Kontrolle über sich hat und es einem nicht den Magen verdreht. Auch einen Kater gab es nicht, nur haben wir so gut geschlafen dass wir das Erdbeben das hier zu spüren war, nicht annähernd bemerkten.

Beim Allabendlich Kokos-Curry mit Hähnchen, treffen wir auf Andy aus der Schweiz , der schon 3 Wochen hier verbrachte, noch 2 weitere bleiben wollte und eigentlich nur für 6 Tage geplant hatte.

Die Zeit sei zu schnell vergangen! Da es jedoch nicht so viel zu erleben gab, konnten wir das überhaupt   nicht verstehen!!!

Für uns reichen 2-3 Tage aus, dann geht es weiter….. dachten wir.

Am Ende waren es 10 Tage in denen wir mit Andy Schiffchen zählten die bei uns vorbei fuhren.

Entspannung pur!

Erst als mehrere Schulklassen auf Exkursion, bewaffnet mit Notizbüchern, Kugelschreibern und auf der Jagd nach lebenden Touristen, die Insel stuermten um ihre Englischkenntnisse zu erweitern wussten wir, es ist Zeit zu Gehen!!

Rausgerissen aus dieser anderen Welt, verließen wir Tuk Tuk in die Stadt Sibolga die außer dem wunderschönen Panorama das man bekommt wenn man von den Bergen,  bei Sonnenuntergang in die Stadt sieht, nicht viel zu bieten hat.

Eine Nacht dann ging es weiter.

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Indonesien: Mit Schwungvollen Hüften um den Sarg im Dschungel

06. Oktober 2011

3 Tage Medan Entspannung haben gereicht  so dass wir uns nach zahlreichen Empfehlungen auf den Weg nach „Lake Toba“ machten.

Zwei Gitarren, ein Fahrer und zwei gut ausgewachsene Europäer quetschten sich ins Indonesische Tuk- Tuk, man glaubt nicht wie klein solch ein Gefährt wirklich ist……indonesisches Tuk-Tuk-Kuscheln, nur was für harte Jungs!!!!

Im Haupttransportmittel Süd-Ost Asiens fuhren wir durch diverse kleine Örtchen und wunderbare Landschaften, die Straßenzustände ähnelten teilweise der Oberfläche des Mondes und  mitten im Dschungel stiegen ständig Leute immer wieder  ein und aus.

Nach einer Weile nickte uns ein Indonesier zu der neben uns saß, er gab Dani sein Handy wo die Stimme einer netten Frau ertönte. Sie erklärte das ihr Bruder kein Englisch spricht, lud uns zu einer traditionellen indonesischen Beerdigung in ihrem Dorf ein und meinte das sie sich sehr freu würden, wenn wir zusagen. Uns kam die Einladung doch sehr komischen vor, denn wer um Himmelswillen würde zwei Fremde mit dreckigen Hosen und zerrissenen T-Shirts in Deutschland spontan im Bus zu einer Beerdigung einladen?

Trotz Ungewissheit im Hinterkopf fackelten wir nicht lange und stiegen mitten im Dschungel von Indonesien in einem kleinen Dorf mit aus dem Bus.

Unser nicht Englisch sprechender Indonesier leitete uns mit Handzeichen zu einem kleinem Haus, wo uns seine Schwester mit Freude empfing.  Auf der Veranda stehend kroch der Dschungelrhythmus von Trommeln schon durch unsere Ohren. Mit einem Grinsen schauten wir uns beide fragend an, was geht  denn hier ab???

20m weiter und wir befanden uns mitten im Kreise der Dorfgemeinschaft die fröhlich um den Sarg der Dorfältesten tanzte. Solch eine Zeremonie hatte keiner von uns erwartet.

Es dauerte nicht lang und wir wurden in die Festlichkeit voll mit eingebunden. Jeder bekam ein traditionelles Stück Gewand über die Schulter gelegt, ein kleiner Schupser von hinten und wir mischten mit in der Runde. Anfangs noch sehr zurückhaltend, konnte man uns nach ein paar Minuten kaum noch bremsen. Gut, der Jahre lang antrainierte Breakdanceschritt hatte uns hier nicht weiter geholfen, aber schnell kamen wir in den Takt so dass wir mit jedem eine Runde vor- und rückwärts um den Sarg der Toten hüpften. Sie Zeigten uns ihre Art zu bewegen und wie wir unsere Hände zu halten haben. Komisches Gefühl vor allen anderen die Hände in Gebetsform über den Sarg  nach rechts und links zu schwingen.

Zur Feier des Tages bekam Fabi das Mikrofon um zur Gemeinde zu sprechen aber wir glauben das kaum jemand ihn verstanden hat,  denn ihr Englisch war genau so schlecht wie sein Indonesisch.

Es war super lustig und unglaublich für uns zu erleben wie in Indonesien der letzte Weg eines Menschen zeremoniert wird, aber wir fühlten uns wohl.

Im Bus weiter Richtung Lake Toba diskutierten wir viel über diesen Moment und verglichen es mit unserer Art in der Heimat…..


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Von Singapur nach Indonesien: Americanfootball a la Sumatra

01. – 02. Oktober 2011

Drei Tage Singapur haben gereicht und weiter ging es mit der Fähre zur Indonesischeninsel “Batam”.

Den Grenzübergang überschritten und wir bekamen mal wieder einen Kulturschock. Wörter wie Hallo Mr., How are you??, Taxi Taxi, Tickets Tickets cheap cheap for you my friend…usw…flogen uns nur so um die Ohren doch wir waren trainiert und hielten Stand.

Auf dem Ticketbarsar versuchten wir ein Fähr-Ticket zu ergattern das uns in den nördlichen Teil der Insel Sumatra schippert.

Ticket kämpferisch ergattert, knapp 5Std warten und die Pforten zur Fähre wurden eröffnet. Die Menschen stürmten ohne Rücksicht auf Verluste in die Eingangshalle, jeder muss sein Gepäck durch die Röntgenröhre schieben bevor er in die Halle passieren darf.

Wir warteten, schauten uns staunend das Gedrängel an und hofften auf eine kleine Lücke um unsere Rucksäcke und Gitarren heil durch zu bringen, doch dieser Augenblick schien für uns unmöglich.

Mit der Gepäckkarambolage entwickelte sich ein Stau und nix ging mehr vor- oder rückwärts, das Militär kam voll bewaffnet hin zu und wir beide wussten nicht annähernd was in dem Moment hier eigentlich abgeht als plötzlich ein junger Mann in karmuflasch das Tor öffnete, das war unsere Chance!!!

Die Gitarre fest umschlungen, das Kinn an die Brust und die Schultern zusammen um uns wie beim Americanfootball durch die erste Offensive zu rammen. Geschafft…, dachten wir uns aber die Fähre war noch weit entfernt denn in der Halle wurden erst alle Passagiere gesammelt bevor es richtig auf das Boot ging.

Somit warteten wir noch einmal ca. 4Std im Stehen mit knapp 2000 anderen Einheimischen, drei witzigen Engländern die  die Welt mit dem Fahrrad umrunden und schon knappe 30`000Km im Sattel hatten, bis sich endlich das zweite Tor öffnete.

Runde Nummer 2 und das Massengekuschel ging wieder von vorne los, Kisten trafen unsere Köpfe, jeder versuchte jeden weg zu drängeln wobei das Travler-Team Tapinambur ordentlich mit mischte. Es war unglaublich!!!

In Deutschland steht jeder in Reihe und Glied mit seinem Ticket und hier rennen sich alle die Köpfe ein… ja in Indonesien bekommt man halt nix geschenkt….

Auf dem Boot half uns ein Junge der Zeitungen verkaufte beim finden unseres zu gewiesenen Bettes, wie immer haben wir uns das billigste Ticket erworben und teilten uns ein Riesigenraum, mit allen anderen Einheimischen. Die Betten waren sehr klein, schmal und aneinander gereiht. Die Gänge des Schiffes entpuppten sich zu einem kleinen Gemüse und Obst Markt waehrend unsere Nasen den Duft vom gekochten Reis und Ayam (Hänchen) zu spüren bekam.

Wir fühlten uns super wohl, freuten uns endlich mal wieder liegen und schlafen zu können.

So war es aber leider nicht, auf der Fähre wurden wir von den Einheimischen wie die High-Society behandelt. Jeder wollte eine Runde Plaudern oder ein Foto mit uns knipsen so dass wir nach ein paar Stunden uns nicht mehr trauten das Deck zu besteigen.

Nach 22 Stunden Fahrt, landeten wir gegen 3Uhr in der Nacht mit dem Schiff  im Hafen von „Belawan“, es war noch zu dunkel und die Schiffscrew erlaubte uns bis zum Sonnenaufgang auf dem Schiff zu nächtigen.

Völlig übermüdet ging es um 6Uhr runter vom Schiff und wie immer hatten wir mal wieder keine Ahnung wo wir eigentlich hin müssen. Nach einer Stunde Fussmarsch am Hafen, entschieden wir uns doch einen Minibus zu besteigen und schwups saßen wir bei Schumi hinten auf der Bank der anscheinend beim Hupen ein Krampf in den Fingern bekam und um die „Pole Position“ von Medan fuhr. Ergebnis, schweißgebadet und hell wach standen wir heil in der City von Medan.

Wir entschieden 2 bis 3 Tage in Medan zu bleiben um uns ein wenig von der anstrengenden Reise auszuruhen. Im Hostel lernten wir ein nettes holländisches Pärchen kennen und starteten am Abend eine Jamsession mit dem Wirt des Hauses.

Tip von uns, nehmt euch nie ein Hotel neben einer Moschee!!!! Denn um ca. halb 6 Uhr morgens wird man von einem „unharmonischen jaulenden Gesang“ aus dem Bett gerissen. Ja der Muslime fängt gerne den frühen Vogel…..

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